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14. - 17. September 2006
Dieses Jahr hat uns die Feuerwehrreise in die Ostschweiz geführt. |
Am 14. September starteten wir in aller Herrgotts Frühe unsere Korpsreise 2006.
Gut gelaunt fuhren wir mit der SBB und PTT unserem ersten Ziel, dem Säntis im Alpstein entgegen. "Komm rauf kannst runterschauen". Zuerst besichtigten wir die Swisscom-Sendeanlage und die Herrliche 360° Aussicht in die 6 Länder. Mit einem feinen Mittagessen im Bauch und einem obligatorischen Gipfelfoto in der Kamera wagten wir den Abstieg bis zur Ebenalp und weiter zum Wildkirchli. Eine wunnderschöne Wanderung in einer herrlichen Bergwelt mit vielen saftigen Wiesen und durstlöschenden Alpwirtschaften nahmen wir in Angriff. Bei letzen Kaffeehalt wurden wir ermahnt uns auf den Weg zu machen, denn in den Bergen wird es ziemlich schnell unwahrscheinlich dunkel. Trotz schmerzenden Knien und stürmischen Winden erreichten wir frohgelaunt unser Etappenziel den Berggasthof Aescher (siehe Link). Mit einem feinen Essen und einem Schnupf in der Nase verwöhnte uns das Wirtepaar bis die Sonne aufging.
Nach dem Berg z’Morge und einem kurzen Marsch, schon wieder bergab, erreichten wir den Bahnhof Wasserauen. Nun war es nicht mehr weit ins idyllische Appenzell wo sich jeder bei einem kleinen Rundgang durchs Dorf (-Beizli) beeindrucken lassen konnte. Nach dem Moto „ Bei einem Gläslein Appenzeller einigt man sich immer schneller!“ besichtigten wir das Werk der Appenzeller Alpenbitter. Mit viel theoretischem Wissen im Kopf, konnten wir bei einem Apero die feinen Produkte degustieren. Wir waren so angetan von den Destillaten, dass sie uns fast rauswerfen mussten. Nicht der Anblick der wohl schönsten Appenzellerin, sondern die kreisende Platte eines Künstlers verdrehte uns den Kopf. Gestärkt mit einem reichhaltigen Nachtessen ging es weiter zum lustigen Kugel werfen. Das vorher getrunkene Zielwasser half nicht jedem die Kegel auch zu treffen. Nun war es wieder Zeit den Schlummerbecher, oder Zwei, einzunehmen und sich irgendwann in die horizontale Lage zu begeben.
Schon bald klingelte der Wecker und es ging weiter Richtung Metropole der Ostschweiz nach St. Gallen. In einer Sporthalle zeigten uns die Meiser von Pfeil und Bogen wie man mit diesem Sportgerät umgeht. Nach einem kurzen Training konnten wir das Gelernte in einem Wettkampf unter Beweis stellen. Der eine oder andere merkte bald einmal, dass es nicht so einfach ist das Ziel zu treffen, dennoch wurde der Apfel perfekt getroffen. Mit Hightechbögen oder einfachen Indianischen Modellen wurden die Zielscheiben noch eine Weile traktiert. Nach so viel Sport war eine Stärkung angesagt damit uns der Magen während der Besichtigung der Berufsfeuerwehr St. Gallen nicht knurrt. Einen interessanten Einblick in den Alltag unserer Kollegen machten wir bei einem Rundgang durch das Gebäude, beim Besichtigen der Fahrzeuge und den allgemeinen Ausführungen unseres Referenten.Trotz schmerzenden Knien stiegen wir über die unendlich vielen Treppenstufen hinauf zur Falkenburg wo uns ein kulinarischer Leckerbissen erwartete. Die nimmermüden stürzten sich ins Nachtleben der Hauptstadt und genossen ausgiebig den Abend.
Kaum richtig eingeschlafen krähte auch schon der Hahn und der letzte Tag unserer Reise brach an. Die fachkundige Reiseleiterin führte uns in das interessante Textilmuseum mit einer spezial Ausstellung und danach durch die Gassen über den roten Platz in die Stiftsbibliothek von St. Gallen und erzählte uns viel Wissenswertes über diese Stadt. Trotz dauernder Feuchtigkeit, dieses mal von Oben, war es ein sehr interessanter Stadtrundgang. Wie so häufig arbeitete die Zeit auch hier gegen uns, wir mussten der Stadt den Rücken zuwenden und die Heimreise antreten. Mit den Gedanken noch in St. Gallen sassen wir im Zug und brausten der Heimat entgegen. An einer kleinen Bahnstation mit dem Namen Lichtensteig stiegen wir wieder aus um Europas grösste Hobby-Eisenbahnanlage der Spur 0 zu bestaunen. Im gleichen Gebäude konnten man auch noch alte Gerätschaften, Motorräder und Uhren bestaunen. (siehe Link’s) Pünktlich wie die SBB startete die Präsentation der Eisenbahnanlage, die ohne elektronische Bauelemente und Steuerungen faszinierte. Nach dieser Bemerkenswerten Vorführung und einem letzten Blick auf die alten faszinierenden Motorräder nahmen wir den Rest des Heimwegs unter die Füsse. Die Wartezeit bis unser Beförderungsmittel zur Stelle war, verkürzten wir noch mit würzigem Wasser bedeckt mit einer leichten Schaumkrone. Der letzte Zug für heute brachte uns Müde aber auch Zufrieden und mit einem Rucksack, voll gepackt mit Erinnerungen an eine schöne Reise zurück zu unseren daheim gebliebenen.
Text und Foto: Guido Uttinger
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